21.10.2016

Dankbarkeit findet sich immer und überall

Obwohl der Oktober für mich der in diesem turbulenten Jahr bisher anstrengendste, herausforderndste, chaotischste und bewegendste Monat ist (vielleicht aber auch gerade deshalb), ist es für mich mehr denn je Zeit dankbar zu sein.

Wir kennen das alle, um uns herum scheint eins nach dem anderen einzustürzen, ein Chaos nach dem anderen auszubrechen, wie so oft kommt alles auf einmal, nichts bleibt so wie es war und schneller als man schauen kann, wurde man hineingezogen in diesen Sog, der ganz schnell zu einem tiefen schwarzen Loch werden kann, aus dem es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. Und dies scheint immer genau dann so zu sein, wenn es eigentlich ganz gechillt und ruhig um uns herum ist und wir uns in scheinbarer Sicherheit wägen. Oder auch dann, wenn wir glauben, es endlich geschafft zu haben (was auch immer dabei das Ziel war).
Wir erleben Phasen, in denen es uns gut geht, alles ruhig und reibungslos verläuft und wir dem Glauben verfallen, nun könne nichts mehr passieren. Und plötzlich, scheinbar aus dem Nichts kommt alles anders…
Und dann, ja und dann… sind wir irgendwie nur noch genervt, gereizt, vielleicht sogar auch wütend, alles und jeder schafft es, uns mit Kleinigkeiten innerlich hochzuschießen und plötzlich können wir gar nichts Gutes mehr um uns herum sehen, sondern haben unseren Fokus nur noch auf das gerichtet, was nicht passt und negativ ist. Und genau das nimmt dann immer mehr Gestalt an, wird größer und stärker und scheint uns vollkommen im Griff zu haben, weil wir uns dadurch immer weiter von uns selbst und unserer inneren Mitte entfernen…
Und just an dieser Stelle kommen unsere Hunde, Kinder und auch andere Wegbegleiter ins Spiel. Denn sie haben ganz ganz feine Antennen, um solche Missstände ausfindig zu machen und aufzudecken, sie halten uns also dann nochmal gewaltig den Spiegel vor Augen und setzen sozusagen nochmal eins drauf. Wie gemein könnte man jetzt denken (tun wir ja auch oft). Aber haben sie nicht Recht mit dem, was sie uns auf ihre jeweils ganz eigene Art sagen wollen? Wollen sie uns nicht auf etwas ganz Wichtiges und Elementares hinweisen? Oder wollen sie uns tatsächlich immer nur ärgern, frech und anmaßend sein und die Weisheit mit Löffeln gegessen haben? Oder ist es nicht manchmal auch unsere Stimme, die durch sie laut wird? Nun, das ist wohl immer eine Frage des Blickwinkels, je nachdem in welcher Ecke eines imaginären Raumes wir uns gerade positioniert haben. Man kann alles immer so und so und auch ganz anders sehen… Diese Entscheidung liegt bei jedem selbst, und ja es ist eine Entscheidung, bewusst oder unbewusst!
Und auch, wenn nicht jeder Tag oder jeder Moment schön ist, sich nicht gut anfühlt, wir alle haben immer die Möglichkeit, einen Schritt zurückzutreten und eine Situation oder einen Moment einmal aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Dies führt zum Beispiel zu einem gesunden Abstand und  sehr hilfreichen und heilsamen Erkenntnissen. Ein Geschenk für das ich immer wieder dankbar bin! Das allerwichtigste aus meiner Erfahrung heraus ist jedoch, immer und immer wieder zu sich selbst zurückzukehren, in unseren inneren Raum und bei uns zu bleiben. Das ist freilich anstrengend, weil man es immer und immer wieder tun muss und streckenweise auch Kraft kostet, denn es führt auf der anderen Seite zu unseren Schattenseiten, die wir ja nun nicht wirklich gerne haben oder sehen wollen. Aber auch darin liegt wiederum ein großes Geschenk! Noch dazu eines, das wir uns jederzeit selbst machen können 🙂 Also wieder ein Grund dankbar zu sein!
Natürlich können wir uns auch immer wieder dagegen stellen, was unser Umfeld uns zeigt oder mit uns macht und furchtbar viel Kraft und Energie aufwenden, um permanent dagegen anzukämpfen und uns selbst dabei am meisten wehtun…
Wir können aber stattdessen auch einmal innehalten, einen Moment verweilen und ganz achtsam lauschen, auf das was da zu uns durchdringen möchte. Wir können unseren Hunden und Kindern auch wieder mehr zuhören und fragen, was sie uns denn sagen möchten (und nein, die Antwort ist nicht immer schön!).
Wir können ganz bewusst in die Stille gehen, uns Ruhe gönnen, um so wieder mehr Kontakt zu unserem Inneren herzustellen (auch und besonders dann, wenn alles andere viel wichtiger zu sein scheint!).
Wir können uns ganz bewusst auf einen Moment konzentrieren und mit allen Sinnen einmal wahrnehmen und ganz neugierig schauen, was es da zu entdecken gibt (nein, das ist ganz und gar nicht langweilig!).
Wir können ganz bewusst Dinge in unseren Alltag einbauen, die uns gut tun und wegführen von dem manchmal unerträglichen Lärm im Außen.
Ich selbst nutze jeden Tag, um mehrmals intensiv Zeit MIT den Hunden, am besten draußen in der Natur zu verbringen. Aber nein, nicht um viel laufen zu gehen, die Hunde auszulasten und zu beschäftigen (denn das passiert dabei von ganz alleine), sondern um einfach so MIT und NEBEN ihnen zu SEIN. Dabei entsteht jedes Mal ein so unbeschreiblich schönes Gefühl einer ganz besonderen Verbindung. Wir gehen zum Beispiel gemeinsam Kräuter, Pilze oder Holz sammeln oder verweilen einfach so an einem schönen Fleck. Dies aber ganz bewusst und irgendwann kommt dabei immer der Moment, wo eine ganz besondere Kraft zu spüren ist, die uns alle dann so richtig auflädt und vor allem zu uns zurück bringt, in den jeweiligen Moment, ins Hier und Jetzt… Allein dies entdeckt zu haben, einfach dadurch, dass ich mir so oft von meinen Hunden ihre Welt zeigen und mich führen lasse, löst unheimlich viel Dankbarkeit und einen tiefen Frieden in mir aus. ♥
Wann immer es in mir mal wieder zu toben und zu wüten scheint (denn auch ich bin selbstverständlich nicht frei davon ;-)), so schaue ich mich ganz bewusst in meinem Leben und um mich herum um und suche Dinge, Momente, Situationen etc. für die ich dankbar sein kann. Und ich sage Euch, da gibt es echt sehr sehr viel davon 🙂 Manchmal stelle ich mir die Frage, wofür ich eigentlich am meisten dankbar bin… ich würde sagen, es ist einfach die Summe aus vielen vielen Dingen und Kleinigkeiten, meine Hunde und die Menschen um mich herum, für all das, was das Leben mir bisher gezeigt und wo es mich hingeführt hat. Ich bin dankbar ein solches Leben leben zu dürfen und immer mehr in mein Bewusstsein holen zu können, mich entwickeln zu dürfen. Und natürlich auch dafür, dass ich all das an Menschen mit und ohne Hund weitergeben darf und damit meinen Teil zu einer „besseren“ Welt beitragen kann! ♥
Probiert doch einfach mal aus, neue Entscheidungen zu treffen und schaut einmal wofür Ihr in eurem Leben dankbar seid – denn auch für Dankbarkeit könnt Ihr Euch ganz bewusst entscheiden – ich bin sicher, dass das möglich ist und ihr da auch ganz viel finden werdet! 😀

Wo immer Ihr das Gefühl habt, festzustecken und (alleine) nicht weiterzukommen, ganz egal, ob es dabei um Euch selbst und/oder um Eure(n) Hund(e) geht, so freue ich mich, Euch dabei unterstützen und begleiten zu dürfen!
Denn jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt… 🙂

Alles Liebe und eine Zeit voller Dankbarkeit wünscht Euch Franziska ♥

 

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