04.11.2015

Freiheit

Mit Flügeln kam ich auf die Welt
Ganz klein und zart
Vibrierten sanft im Wind
Gaben mir Stärke und Identität
Haben mich getragen
Weit weg von allem
Immer wieder hin zu mir selbst

Eines Tages kam alles anders
Ich wurde konfrontiert
Mit dem Leben
Dem  Erwachsen-Werden
Mit Begrenzungen und Mauern
Falschen Glaubenssätzen
Und Paradigmen

Wie aus dem Nichts fand ich mich wieder
In einem Käfig
Einem Gefängnis
Aus Pech und Gold zugleich
Ich fühlte Fesseln
Spürte meine Flügel nicht mehr
War am Boden angelangt

In den Tiefen meiner Seele
In den Abgründen meines Selbst
Fand ich Dunkelheit und Leid
Fernab jeglichen Vertrauens
Weit weg vom Leben
Und der Liebe

Plötzlich wachte ich auf
Sah meine Freiheit vor mir
Meine Stärken und meine Fähigkeiten
All das, was ich bis hierhin schon erreichte
Ich erinnerte mich an meine Flügel
Die einst vibrierten sanft im Wind
Ganz klein und zart

Es war wie ein hilfloser Versuch
Ich breitete sie aus
Meine Flügel
Und spürte ihre Reichweite
Ihre Kraft und ihre Ausdauer
Und ich begann zu fliegen
Ganz vorsichtig

Immer weiter
Immer höher
In ungeahnte Sphären
In neue Erfahrungen
Und landete im Hier und Jetzt
In meinem Leben
Und in meiner Freiheit…

 

© Franziska Theurer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sag deine Meinung!

Deine E-Mail Adresse wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind durch einen * markiert.

*
*

Folgende HTML Attribute könnten hilfreich seine:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>