31.07.2015

„Sag niemals nie“ …

Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch an einer für uns ganz besonderen und bewegenden Geschichte teilhaben lassen.
In unserem Kundenkreis durften wir vor einigen Monaten eine Frau kennenlernen, die scheinbar gefangen in sich selbst, dringend Hilfe und Unterstützung suchte.
In diesem Fall ging es mal wieder nicht darum, ein Problem eines Hundes zu analysieren und eine passende Lösung zu finden, sondern im Mittelpunkt stand ein Mensch, hilflos und verzweifelt.
Ganz mutig stellten wir uns dieser Herausforderung und gaben unser Bestes, wenngleich das nicht immer einfach war. Aber Schritt für Schritt kamen wir den Dingen auf den Grund, konnten eine stabile Basis herstellen, Vertrauen und Sicherheit durften wachsen…
Ein ganz großer Dank gilt von unserer Seite all den am Prozess beteiligten Hunden. Ihre Geduld, ihre feine Wahrnehmung für Lebewesen und für eine Situation, ihr Mut und ihre Bereitschaft, immer eine Lösung zu finden, heben uns letztendlich weiter gebracht. Ohne ihre Unterstützung hätten wir den Weg so schnell nicht gefunden und vieles wäre nicht möglich gewesen!

Und hier füge ich für Euch Maria´s Statement zu den vergangenen Monaten ein:

„Niemals….. so dachte ich, könnte ich meine unglaubliche Angst vor Hunden überwinden.
Niemals….. so dachte ich, käme ein Hund in mein Haus und würde bei mir leben.

Seit ich denken kann, hatte ich ganz furchtbare Angst vor Hunden.
Ich vermied also jegliche Begegnung mit diesen Tieren. Das brachte natürlich mit sich, dass ich zu vielen Orten und Veranstaltungen nicht gehen konnte.  Entspannte Spaziergänge – das kannte ich nicht wirklich. Wie sehr mich diese Angst einengte und gefangen nahm, das wollte ich nicht wahrhaben.

Ein Tag im Juli 2014 sollte mein ganzes Leben verändern.

Meine beste Freundin stand plötzlich mit einem Welpen auf dem Arm vor mir. Nach langem Zögern und Zweifeln streichelte ich diesen. Es war ein völlig unbekanntes, aber sehr schönes, beglückendes Gefühl für mich und in mir wuchs der Wunsch, irgendwann selbst einen Hund zu besitzen.

Ich beschloss, Hilfe zu suchen.

Nach längerer Suche im Internet stieß ich auf die Website von Franziska Theurer. Von ihr  bekam ich  einen Termin.  Hier sollte ich nun mit einem oder mehreren Hunden konfrontiert werden. Nur wer Angst kennt, kann verstehen, wie ich mich fühlte. Eine sichere Mauer, ich vergleiche es immer mit der Schale einer Walnuss, hatte ich um mich errichtet.

Auf dem Weg nach Bad Berneck wollte ich mehrmals umkehren, davonlaufen…. Und fragte mich, was tue ich hier eigentlich?!?
Nur nicht mit Hunden konfrontiert werden. Die schlimmsten Vorstellungen liefen vor meinem inneren  Auge ab.

Nach einem sehr netten Kennenlerngespräch war es dann soweit – Lucie wurde mir vorgestellt.
Franziska blieb immer an meiner Seite. Sie erklärte mir, was die Hündin mit ihrem Verhalten ausdrücken wollte. Langsam traute ich mich näher und nach einem kurzen Spaziergang durfte ich Lucie streicheln. Da war es  wieder, dieses herrliche, warme, beruhigende Gefühl.
Ich hatte es für den Anfang geschafft und fühlte mich wie in einem Traum.

Diesem ersten Treffen folgten noch einige in dieser Art. Zunehmend gewann ich an Vertrauen.

Eines Tages lernte ich bei Franziska Laja, eine achtjährige Pointer-Dame kennen. Laja suchte ein neues Zuhause. Es war wohl Bestimmung, dass wir uns in Bad Berneck kennenlernten.
Seit 4 Monaten lebt Laja jetzt bei uns. Wir gehen durch Höhen und Tiefen miteinander. Dank Franziska`s fachlicher Kompetenz und Unterstützung werden wir sicherlich zu einem guten Team zusammenwachsen.

Mein ganzer Dank  gilt  an dieser Stelle Franziska und Mandy. Die Beiden haben mir mit unendlicher Geduld aus dieser Angst herausgeholfen und mir viel Vertrauen in die Fellnasen und auch in mich selbst gegeben. Ein gewisses Gefühl der Freiheit ist wieder in mir da. Bei meinem vorerst letzten Termin in Bad Berneck lernte ich gleich drei verschiedene Hunde kennen. Völlig angstfrei bin ich noch nicht, aber ich habe gelernt,  mit meiner Angst umzugehen und die Gesten der Hunde besser zu verstehen.

Vielen Dank für all diese Erfahrungen und herrlichen Stunden, die ich bei Euch erleben durfte.

Sicherlich werde ich mit Laja wieder nach Bad Berneck kommen, denn sie stellt mich jeden Tag auf die Probe und vor scheinbar unlösbare Herausforderungen. Sehr viel Geduld wird von mir verlangt, mit Laja und vor allen Dingen mit mir selbst.“

Liebe Maria!
Du kannst wahnsinnig stolz auf Deinen bisherigen Weg und Deine zahlreichen gemeisterten Wegetappen sein!
Wenngleich sich Dir auch noch der ein oder andere Stein oder sogar Felsen offenbaren wird, das ist nicht schlimm und hinfallen ist erlaubt 😉
Wichtig ist doch nur, dass Du immer wieder aufstehst und all Deinen Mut zusammen nimmst, wenngleich das oft nicht wirklich leicht ist. Aber die Erfahrung sagt Dir, dass es nicht unmöglich ist und von den Hunden hast Du gelernt, dass es ganz wichtig ist „dran zu bleiben“.
Und nun, während einer Verschnaufpause auf Deinem neuen Weg, hast Du eine wunderbare Begleiterin an Deiner Seite. Laja scheint ein Engel auf vier Pfoten, mutig und neugierig, und manchmal ganz schön eigenwillig. Sie ist eine tolle Lehrerin und mit ihr kannst Du wachsen, in Deinem Tempo, was für ein Geschenk!
Wir wünschen Dir von Herzen, dass besagte Walnuss immer mehr aus ihrer Schale herausschauen und das Leben in Freiheit genießen kann!
Und wenn das Aufstehen mal wieder nicht gelingt, so weißt Du, wo Du uns findest 😉

 

 

 

 

 

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