16.07.2019

Wer muss eigentlich wirklich etwas lernen – mein Hund oder ich?

Wenn ich im Erstkontakt mit neuen Kunden nach den Wünschen an eine Zusammenarbeit mit mir frage, höre ich häufig Sätze wie:

„Mein Hund soll folgen, wenn er frei ist“
“ Mein Hund soll gescheit erzogen werden“
„Mein Hund soll im Alltag funktionieren“
„Mein Hund soll gut sozialisiert werden“

So und so ähnlich lauten meist die ersten Antworten der Menschen… Eigentlich immer geht es darum, dass der Hund etwas soll und/oder muss.
Manche Menschen sind dann wenig begeistert, wenn ich erzähle, dass ich keine klassische Hundetrainerin bin, die den Hunden stures Befolgen zahlreicher Befehle beibringt und damit eine einseitige Kommunikation zwischen Mensch und Hund forciert. Stille kehrt dann meist vollständig ein, wenn ich erkläre, dass wir uns auch nicht auf Leckerli oder ähnliche Hilfsmittel stützen, sondern uns ganz nah an der Natur der Hunde bewegen…

Ich frage mich dann meist, woher dieses Denken eigentlich kommt, dass Hunde müssen und sollen, wie wir Menschen wollen und wie es uns am besten in den Kram passt.
Natürlich mag das vorerst der einfachere Weg sein, noch dazu müssen wir uns dabei nicht oder nur wenig mit uns selbst beschäftigen.
Hinzu kommt, dass viele Menschen permanent Abwechslung im Alltag suchen und sich durch Trainieren und Übungen mit dem Hund auch gerne (von sich selbst) ablenken. Da kommen klassische Erziehungs- und Beschäftigungsmethoden natürlich sehr gelegen.
Außerdem haben wir ja auch immer die (vermeintliche) Kontrolle über unseren Hund und alles um ihn herum, wenn er brav funktioniert und stumpfsinnig Befehle ausführt, glauben wir zumindest.

Aber ist es nicht so, dass wir durch Anwendung irgendwelcher Methoden nicht nur unseren Hund, sondern auch uns selbst übersehen?
Ist es nicht so, dass uns dadurch so viele wunderschöne Dinge im Zusammensein mit unseren Hunden entgehen?
Wir immer mehr betriebsblind werden und überhaupt keine Ahnung haben, wer unsere Hunde tatsächlich sind und was sie von Natur aus am besten können, was sie im Grunde ihres Wesens tatsächlich ausmacht, wo ihre wahren Bedürfnisse liegen?
Dass wir nicht nur unsere Hunde, sondern vor allem auch uns selbst zu Automaten degradieren, die auf Knopfdruck perfekt funktionieren?

Ich sag Dir jetzt mal etwas:
Das ist sooo schade!!
Denn genau das ist der Weg wie und warum wir uns immer weiter voneinander und auch von unserer jeweils einzigartigen Natur entfernen!
Das ist der Grund, warum so viele Menschen wirklich große Schwierigkeiten mit ihren Hunden haben! Das ist der Grund, warum es immer mehr kranke Hunde gibt!

Und ich sag Dir noch etwas:
In kaum einer Hundeschule lernst Du Hunde tatsächlich zu verstehen! Kaum irgendwo lernst Du, wie man mit ihnen einen sinnvollen Dialog auf Augenhöhe führen kann!
Kaum irgendwo lernst Du die wahren Bedürfnisse Deines Hundes zu erkennen und wie Du diesen adäquat begegnen kannst!
Und leider lernst Du auch kaum irgendwo, wie Du Deinem Hund wirklich helfen kannst und vor allem, wann er Deine Unterstützung dringend braucht!
Und vor allem lernst Du nicht, was Dein Hund und sein Verhalten mit Dir zu tun haben und wie Du in Dir etwas verändern kannst!

Und ich hab noch etwas für Dich:
Das kannst DU ändern! 🍀
Wenn Du Dich öffnen kannst für das wahre Wesen Hund und alles, was damit zusammenhängt, dann kannst Du erleben, wie einfach und leicht es sein kann, mit diesen wundervollen Wesen eine Verbindung einzugehen, sie in jedem Moment verstehen und ihnen auf ihre Fragen antworten zu können!
Wenn Du bereit bist wirklich hinzuschauen und zuzuhören, so kannst Du erfahren, wie viel Hunde zu geben haben und was Du durch sie alles lernen kannst!
Und just in dem Moment, wo Du Dich aufmachst und für einen anderen Weg entscheidest, wirst Du erleben, wie Dein Hund mit Dir mitgeht, sich in die gleiche Richtung bewegt und plötzlich so manches Problem nicht mehr existiert und so manche Hürde gar keine mehr ist!

Ich bin überzeugt davon, dass alle Tiere mindestens mit uns auf einer Ebene stehen und dass es jetzt an der Zeit ist, dass wir das realisieren, in unser Bewusstsein lassen un endlich annehmen. Und wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, sind es wir Menschen, die von den Tieren lernen dürfen, ja sogar müssen, und nicht mehr umgekehrt!
Wenn es uns gelingt, diese alte Haltung in uns und all die bisherigen Gedanken und Überzeugungen in Bezug auf Hunde (und andere Tiere) abzulegen und zu verändern, werden wir reich beschenkt werden und Wunder erleben dürfen! 💛

Möchtest auch Du Deinen Hund endlich mit anderen Augen sehen können, Dich selbst und ihn endlich richtig kennen lernen? Und bist Du bereit an Dir etwas zu verändern, um die Verbindung zu Deinem Hund nachhaltig stärken zu können?

Super! ✨ Dann freue ich mich auf Deine Nachricht und darauf, Dich und Deinen Hund ein Stück Eures Weges begleiten zu dürfen!

Alles Liebe wünscht Dir Deine Franziska